Erfolgreiche Nachfolge: Wachstum und Entlastung nach der Übergabe

Eine Unternehmensnachfolge wird häufig als Risiko gesehen, dabei belegen aktuelle Studien aber das Gegenteil: Nach einer gelungenen Übergabe entwickeln sich viele Betriebe wirtschaftlich besser als zuvor.

Nachfolge wirkt als Wachstumsimpuls

  • Laut Hamburger Nachfolgebarometer 2024 berichten 66 % der Nachfolger:innen, dass sich Umsatz und Gewinn nach der Übernahme verbessert haben.

  • Besonders auffällig: 54 % gaben an, neue Kundengruppen erschlossen oder ihr Angebot erweitert zu haben. Damit verbunden verbessert sich auch die Auftragslage, denn viele übergebene Betriebe gewinnen nach der Übergabe schneller neue Projekte und sichern bestehende Kundenbeziehungen.
  • Der DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025 bestätigt diesen Trend: Rund 70 % der übernommenen Betriebe konnten ihre Marktposition nach der Übergabe stärken, nicht trotz, sondern wegen des Wechsels an der Spitze.

Hinter diesen Erfolgen stehen konkrete Maßnahmen: Digitalisierung, neue Impulse in Vertrieb und/oder Marketing, neue Wege im Recruiting, Sortiments- und Segmenterweiterung sowie die Optimierung der Kostenstruktur. Viele Nachfolger:innen bringen zudem ein hohes Maß an Motivation und unternehmerischer Energie mit, welche entscheidende Faktoren für Wachstum sind.

Bürokratie als Wachstumsbremse und wie Nachfolger sie abbauen können!

Parallel dazu zeigt der DIHK-Report: Über 80% der kleinen und mittleren Unternehmen empfinden Bürokratie als eine der größten Wachstumsbremsen.
Besonders betroffen sind Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten, genau jene Unternehmen, die am häufigsten von unternehmerischen Nachfolgen betroffen sind bzw. sein müssten.

Hier setzen Nachfolger:innen häufig an:

  • Digitale Buchhaltung & Rechnungsprozesse: Durchgängige Software-Lösungen senken Verwaltungsaufwand und Fehlerquoten.

  • Verschlankung von Abläufen: Viele neue Geschäftsführer:innen hinterfragen eingefahrene Routinen und reduzieren interne Prozesse.

  • Automatisierung von Dokumentation (z. B. im Handwerk: bei Nachweisen oder Aufmaßen) spart wertvolle Zeit für das Kerngeschäft.

Die Effekte sind messbar: Laut einer Erhebung der Handelskammer Hamburg steigt die Produktivität in übergebenen Betrieben durch solche Maßnahmen im Schnitt um 10–15 % innerhalb der ersten zwei Jahre nach Nachfolge.

Nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen

Die positive Entwicklung nach Nachfolgen wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus:

  • Der Nachfolgemonitor 2024 zeigt, dass 47 % der übernommenen Unternehmen innerhalb von drei Jahren nach der Übergabe neue Arbeitsplätze schaffen.

  • Nur 12 % der Befragten mussten Stellen abbauen, meist aufgrund von branchenweiten Rückgängen, nicht wegen der Nachfolge selbst.

Damit widerlegt die Statistik ein häufiges Vorurteil: Nachfolge bedeutet eben nicht Stillstand oder Sparzwang, sondern eröffnet im Gegenteil oft neue Entwicklungsperspektiven, für Unternehmen wie auch für Mitarbeitende.

Fazit:

Eine erfolgreiche Nachfolge verbindet zwei Aspekte:

  1. Wachstum durch neue Impulse, belegt durch klare Umsatz- und Gewinnsteigerungen.

  2. Entlastung durch Bürokratieabbau, ein Hebel, der gerade bei KMU enorm wirkt.

So wird die Nachfolge nicht nur zur Sicherung eines Lebenswerks, sondern zum Startpunkt einer neuen Erfolgsgeschichte. Wir unterstützen dabei mit unserer Erfahrung: die von der Auswahl und Begleitung der Nachfolger:innen bis hin zur Optimierung von Strukturen und dem Abbau unnötiger Bürokratie hin reicht.

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